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DTM-Finale vom 23.-25. Oktober

Countdown zum Finale: Wann fällt die Titelentscheidung?

Der amtierende Champion lässt zwei Rennen vor Saisonende keinen Zweifel an seiner Taktik offen. „Alle Zeichen stehen auf Angriff“, sagt Audi-Pilot Timo Scheider vor dem vorletzten Saisonlauf am kommenden Wochenende in Dijon. Der 30-jährige Deutsche hat mit zwölf Punkten Vorsprung auf seinen schwedischen Markenkollegen Mattias Ekström und 14 auf Gary Paffett (GB/Mercedes-Benz) in Frankreich den ersten Matchball zur Titelverteidigung. „Meine beiden Konkurrenten geben nie auf“, weiß Scheider. „Wenn es nur den kleinsten Funken einer Chance gibt, dann werden sie diese nutzen.“ Das gelte auch für den Audi-Kollegen: „Mattias ist ein Racer durch und durch. Natürlich will er die Meisterschaft gewinnen.“ Damit trifft Scheider ins Schwarze, wie die Aussage von Gary Paffett zeigt: „Auch wenn realistischerweise 14 Punkte auf Timo in zwei verbleibenden Rennen kaum aufzuholen sind, gilt für mich – wie seit meiner ersten Runde im Kart – zu Ende ist die Meisterschaft immer erst nach der letzten Zielflagge.“ Das Qualifying des Premierenlaufs auf der schnellen Rennstrecke im Burgund überträgt die ARD am 10. Oktober ab 13:35 Uhr live, das Rennen am 11. Oktober ab 13:45 Uhr.

Doch egal, ob die Entscheidung schon in Dijon fällt oder ob sie bis zum Finale offen bleibt, Scheider verspricht: „In jedem Fall werden wir in Hockenheim ein spannendes Rennen sehen, da kommt keine Langeweile auf!“ Und wenn er dann schon Meister wäre? „Dann erst recht, denn dann würde ich ganz befreit fahren. Das wäre ein Traum. Die Finalrennen waren eigentlich immer etwas Besonderes, auch dann, wenn der Meister schon feststand.“

Partnerserien: Lokalhelden sorgen für Furore

Nicht nur die DTM wird die Zuschauer begeistern, sondern sicher auch die vier Partnerserien, die im Rahmenprogramm ihre Titelkämpfe ausfechten. Unter den Fahrern sind zwei Namen inzwischen bestens in der Region bekannt: Thomas Marschall, der „Mister Markenpokal“ aus Eggenstein, kämpft in der Seat Leon Supercopa bereits zum dritten Mal um den Pokal. Und der 45-Jährige hat gute Chancen auf eine weitere Trophäe, denn er führt vor den beiden Cup-Läufen in Dijon mit 198 Punkten die Tabelle an. Zweiter ist mit 182 Zählern der 22 Jahre junge Christer Jöns, der aus dem 100 Kilometer entfernten Wiesbaden stammt. Marschall kann sich übrigens darauf verlassen, dass ihm rund um die Rennstrecke viele Menschen die Daumen drücken: Er ist Mitglied im Motorsportclub Weingarten. Und der MSC stellt einen Großteil jener Crew, die am Finalwochenende ehrenamtlich als Sportwarte und in anderen Funktionen im Einsatz ist.

Dasselbe gilt für den Karlsruher Stefan Kolb, wenn er im ADAC Volkswagen Polo Cup seine Runden dreht. Der 21-Jährige ist seit langem im MSC Weingarten. Da die Tourenwagenschule von VW nicht in Dijon antritt, ist die sportliche Lage für Stefan Kolb vor dem Finale klar: Er belegt Position 9 von 26 Startern. Eine feste Fangemeinde hat mittlerweile auch Vivien Volk aus Speyer. Die 19-Jährige war 2008 die fünftbeste Neueinsteigerin mit dem 150-PS-Polo. Ebenfalls aus Speyer kommt der 18-jährige David Jahn.

Im Porsche Carrera Cup Deutschland fahren 2009 zwar keine Lokalhelden mit – doch der Traditionspartner der DTM weiß auch im 20. Jahr mit spannenden Duellen zu begeistern. Vor dem achten und vorletzten Lauf des Markenpokals mit dem 420-PS-Elfer streiten der Münchner Thomas Jäger und der Niederländer Jeroen Bleekemolen um die Krone. Vor Dijon führt Jäger die Tabelle mit 118 Punkten an, Bleekemolen hat 107 Zähler gesammelt. Beide sind übrigens ehemalige DTM-Piloten – genauso wie Ellen Lohr, die die letzten drei Saisonläufe des Carrera Cups als Kollegin von Bleekemolen im Reutlinger Araxa-Team bestreitet. Eingefleischte Hockenheim-Fans werden sich auf den Einsatz der Motorsport-Lady im Badischen ganz besonders freuen, denn schließlich hat die heute 44-Jährige genau dort im Jahr 1992 spektakulär ein DTM-Rennen gewonnen. Es ist der einzige Sieg einer Frau in der Top-Tourenwagenserie.

Ein Deutscher Zweiter beim härtesten Nachwuchs-Championat der Welt

In der international besetzten Formel 3 Euro Serie, dem stärksten Nachwuchs-Championat der Welt, hat sich ein junger deutscher Fahrer auf Platz zwei der Tabelle etabliert: Christian Vietoris aus Gönnersdorf bei Koblenz. Der 20-Jährige, der für das Berliner Mücke-Team fährt, hat sich die Spitzenposition mit konstanten Leistungen erarbeitet: Er holte in jedem der bisherigen 16 Rennläufe Punkte, fünf Mal stand er auf dem Podium – nur ein Sieg steht noch aus. Der Rückstand des Deutschen auf den französischen Tabellenführer Jules Bianchi ist allerdings enorm: Vor den letzten vier Saisonläufen (je zwei in Dijon und in Hockenheim) hat Bianchi nach sechs Saisonsiegen 87 Zähler auf dem Konto, Vietoris 64. Der Franzose kann daher schon in seiner Heimat Meister werden. Aus der Formel 3 Euro Serie gingen schon viele aktuelle Formel-1-Stars wie Weltmeister Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Timo Glock, Sebastian Vettel und Adrian Sutil sowie erfolgreiche DTM-Piloten wie Paul Di Resta und Alexandre Prémat hervor.

Tickets zu familienfreundlichen Preisen

Der Vorverkauf für das Finalwochenende läuft noch knapp zwei Wochen, bis Donnerstag, den 22. Oktober. Familien sollten das Angebot des Family-Tickets im Vorverkauf nutzen, das es an den Tageskassen nicht mehr gibt. Für zwei Erwachsene und zwei Kinder bis einschließlich 14 Jahren kostet es in der Kategorie Bronze nur 95 Euro fürs Wochenende (inklusive Fahrerlager). Das günstigste Wochenendticket gibt’s für 20 Euro im Vorverkauf (Tageskasse 25 Euro) und schon für 15 Euro (Tageskasse 20 Euro) ist man am Rennsonntag dabei. Bestellen kann man die Tickets über die DTM-Ticketline unter 01805/72 30 00 (14 Ct./Min., Mobilfunkpreise können abweichen) oder die Ticket-Hotline des Hockenheimrings unter 06205/95 02 22, das Internet auf den offiziellen Websites www.dtm.com und Hockenheimring sowie über alle Vorverkaufsstellen von CTS Eventim.

Veröffentlicht am 07.10.2009 in der Kategorie: DTMRSS

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